Tipps für Ordnung im Kinderzimmer im Kurier

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Tipps für Ordnung im Kinderzimmer im Kurier

Kurz vor Weihnachten habe ich dem Kurier ein Interview zum Thema „Ordnung im Kinderzimmer“ gegeben. Da ich selbst zwei kleine Kinder (sechs und vier) habe, habe ich vor allem aus meiner Praxis geschöpft und aus dem, was mir andere Eltern erzählen.

Meine beiden Kinder teilen sich ein Zimmer und so ist ein gewisses Maß an Ordnung notwendig. Aber natürlich sind meine Ansprüche an die Ordnung im Kinderzimmer ganz andere, als an den Rest unserer Wohnung.

 

Mitverantwortung für die Ordnung im Kinderzimmer

Ich habe schon angefangen meinen Kindern Mitverantwortung für die Ordnung im Kinderzimmer zu übertragen, als sie drei Jahre waren. Noch immer ist es viel mühsamer, sie zum Aufräumen anzuhalten, als selbst die Sachen schnell wegzuräumen. Aber ich bleibe dran. Dass es nämlich auch ohne Murren geht, sehe ich ja wenn sie im Kindergarten ihre Spiele aufräumen. Und das meist OHNE Aufforderung.

Ein erster wichtiger Schritt war für meinen Mann und mich, dass das Wohnzimmer weitgehend spielzeugfrei ist. Die beiden düren hier spielen, aber am Abend werden die Spiele wieder ins Kinderzimmer geräumt. Das bedeutet natürlich, dass langfristige Spiele wie Eisenbahn und Lego im Kinderzimmer bleiben.

 

Meine eigenen Stolpersteine

Viele Eltern stöhnen unter der  Masse an Spielzeug, die sich daheim sammelt und die es so schwer macht, Ordnung im Kinderzimmer zu halten. Und egal mit wem ich mich darüber unterhalte, alle finden, dass unsere Kinder bereits zuviel besitzen. Die Reize, denen sie ausgesetzt sind – im Straßenverkehr, im Kindergarten, in der Schule – die setzen sich in vielen Kinderzimmern fort. Auch ich merke, dass es meinen Kindern schwerfällt, sich länger auf eine Sache zu konzentrieren, dranzubleiben und ein echtes Interesse zu entwickeln.

Warum ist es aber so schwer, sich dieser Masse zu erwehren und selbst ein gutes Maß zu finden?

Ich ertappe mich oft bei dem Gedanken, dass meine Kinder gewisse Fähigkeiten nicht erlernen könnten, weil wir dieses Konstruktionsspiel, oder jenes Lernspiel nicht zu Hause haben. Und der Kindergartenfreund ja schon viel besser malen kann, als mein Sohn und ich mich auf jeden Fall um eine bessere Malausrüstung kümmern sollte. Und bei diesem Gedanken sind schon zwei Fallen: der Lerndruck, den ich aufbaue und der Vergleich mit anderen Kindern. Inzwischen kann ich diese Ängste gut wegschieben. Stattdessen versuche ich zu sehen, was mein Sohn gut kann und das zu unterstützen. Und so vermeide ich viele Fehlkäufe, die für die Ordnung im Kinderzimmer nur hinderlich sind.

 

Pappmachee-Köpfe

Es hätte eine lange Freundschaft werden können

 

Ich habe letztes Jahr z.B. fürchterlich engagiert zwei Friseurköpfe für meine Söhne gebastelt.  Aus Pappmachee und mit Wollhaaren. Die anfängliche Begeisterung war groß, am Ende bin aber ich mir der Leimbatzerei alleine gesessen (war aber ziemlich lustig). Das Schneiden der Haare war dann auch nur kurz interessant und nun stehen die beiden Köpfe mit ihren räudigen Friseuren auf der Fensterbank. Diese so kreative Idee – auf die ich natürlich sehr stolz war – hat meine Kinder so gar nicht vom Hocker gehauen. Das einzusehen hat gedauert und nun kommen die beiden weg.

 

 

 

Auch mal um etwas kämpfen

Dann gibt es natürlich auch noch das Quengel-Gen der Kinder: Der Freund hat zu Weihnachten einen ferngesteuerten Hubschrauber bekomme. Nun ist ein Weiterleben ohne eigenen Hubschrauber nicht mehr denkbar.  Nachdem wir aber schon ein ferngesteuertes Auto und ein Boot haben, bin ich so gar nicht gewillt, auch noch einen Hubschrauber anzuschaffen. Ich versuche das also erstmal auszusitzen. Wenn das Interesse und die Hartnäckigkeit bleibt, dann kaufe ich gerne einen. Denn ich finde,  Kinder sollten ruhig auch um die Dinge kämpfen, die ihnen wichtig sind.

Hier nun der Link zum Artikel.

By | 2017-10-11T14:28:24+00:00 Januar 19th, 2015|Categories: Tipps|

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