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Über mich 2017-10-03T09:30:06+00:00

Wer bin ich?

„Ach, Du arbeitest mit Messies?“ ist eine der häufigsten Annahmen, wenn ich meinen Beruf nenne: Ordnungsberaterin. Es ist auch eines der häufigsten Missverständnisse, denn mit Messies arbeite ich kaum. Die Gründe, warum mich die meisten Menschen zu sich rufen, damit ich helfe, sind meist ganz andere: eine zurückliegende Krisensituation; eine Veränderung der Lebensumstände; der Wunsch, sich von Ballast zu befreien; die Suche nach Ideen und Tipps für eine sinnvolle Struktur.

Die Krise als Geburtshelferin

Ich habe schon einiges in meinem Leben gemacht – aber Ordnung und Struktur waren immer Teil der beruflichen Aufgaben. Als 2009 mein letzter Arbeitgeber – ein Online-Reisführer – in Konkurs ging, stand ich vor der Situation, mir nochmal grundlegend Gedanken machen zu müssen, wie es denn nun beruflich weitergehen sollte. Das einzige was ich wusste war: mit zwei kleinen Kindern war ich nun nicht gerade das, was auf dem offiziellen Arbeitsmarkt händeringend gesucht wurde. Eine Idee musste her. Ich ließ Bauch und Kopf im Hintergrund in Ruhe arbeiten. Ich war sicher, irgendwann würde sie daherkommen, die Idee.

Die Initialzündung war der Besuch bei einer Freundin. Ich fühlte mich überwältigt von der Menge an Dingen, die sie in ihrer Wohnung hatte. Ich fragte mich die ganze Zeit, wie sie es schaffte, in diesem Umfeld, ruhig und klar zu sein. Es wunderte mich nicht, dass sie viel darüber sprach, eigentlich zuviel zu haben und überfordert zu sein. Ich bot ihr meine Hilfe an, erzählte davon und jemand meinte „Mach das doch beruflich!“ Dieser Satz „Mach das doch beruflich!“ tauchte Monate später plötzlich wieder auf. Ich fand heraus, dass es in den USA, in Großbritannien und in Deutschland schon ein paar von meiner Sorte gab. Von da an ging alles ganz schnell und ein neues Berufsfeld war in Österreich geboren.

Mein Berater beim Gründungsservice meinte zwar einmal „Ich sehe Sie nicht anderer Leute Unordnung beseitigen“, aber das war der einzige Unkenruf.

Was mir Ordnung bringt?

Ordnung bringt mir viel Freiheit: Freiheit im Kopf, weil ich nicht abgelenkt werde; Freiheit von Konsumbedürfnissen, weil ich mir immer gut überlege, ob ich neue Dinge in unsere Wohnung lasse; Freiheit vom nie enden wollenden Aufräumen, weil ich, mein Mann und meine Kinder genau wissen, was wo hingehört.

Na gut, seit wir Kinder haben, musste ich meinen Ordnungsbegriff schon deutlich verändern. Das war für mich ein ziemlicher Lernprozess und ich musste ganz schön aus meiner Komfortzone gehen. Aber inzwischen haben wir einen Modus gefunden, der für uns alle funktioniert.

So ein Glück, dass wir zueinander gefunden haben

meine Arbeit und ich

Durch das was ich tue darf ich viele unterschiedliche Menschen und Lebensentwürfe kennenlernen. Sie schenken mir ihr Vertrauen und zeigen sich mir ganz offen. Das ist ein großes Privileg.

Als ich 2012 mit Katrin schafft Platz anfing, dachte ich, ich müsse ja nur Ordnung machen, aufräumen und beim Ausmisten helfen um hemmenden Ballast loszuwerden. Manchmal ist das auch so. Die Motivation ist da und es geht wirklich nur darum, Unwichtiges von Wichtigem zu trennen und für das Wichtige einen guten Platz zu finden. Aber oft ist noch viel mehr gefordert und ich arbeite mich mit meinen Kunden Schritt für Schritt voran. Dabei überwinden wir viele Grenzen. Am Ende steht immer die Erleichterung. Die Erleichterung sich getraut zu haben, die Erleichterung nicht mit der Aufgabe allein zu sein, die Erleichterung etwas geschafft zu haben und die Erleichterung auf einem guten Weg zu sein. Jeder meiner Arbeitstage endet so auch für mich mit dem großartigen Gefühl, etwas weitergebracht zu haben.

Womit ich am Anfang gar nicht gerechnet habe ist, wieviel ich von meinen Kundinnen und Kunden lernen kann. Gut, mit der Ordnung haben Sie vielleicht so ihre Schwierigkeiten, aber das ist ja nur ein kleiner Teil ihrer Persönlichkeit. Durch ihre Sicht auf das Leben, ihre Erfahrungen und auch praktischen Fähigkeiten haben mir schon unglaublich viele Einsichten und Ideen mitgegeben. Und so gehe ich nach fast jedem Einsatz mit einem neuen Gedanken nach Hause, der mich beschäftigt und neue Impulse gibt.