Katrin Miseré: Ordnungscoach, Wien

Über mich – meine Story

Ich habe immer wie­der Freun­din­nen beim Aus­mis­ten und Ord­nung schaf­fen gehol­fen. Die waren zwar vom Ergeb­nis immer begeis­tert, aber wenn sie alleine aus­mis­ten woll­ten, stan­den sie sich oft selbst im Weg. Auch hielt die Ord­nung lei­der nie beson­ders lang. Also habe ich über­legt, warum das so ist. Ich habe viele Bücher über Moti­va­tion gele­sen und mich inten­siv mit dem Thema intui­tive Ent­schei­dun­gen beschäf­tigt. Denn eines war mir damals schon klar: nur wer sich nicht mit Viel­leicht-Ent­schei­dun­gen rum­schlägt, son­dern klar Ja oder Nein sagen kann, wird sei­nen Bal­last erken­nen und auch los­las­sen. Und nur wer sei­nen Bal­last regel­mä­ßig los­lässt, hat eine Grund­lage für eine leicht­fü­ßige Ord­nung, die Bestand hat.

Ich habe mir anschlie­ßend umge­kehrt die Frage gestellt, warum mir das Ord­nung hal­ten so leicht fällt und warum ich mich so beherzt von Bal­last tren­nen kann.

Die Ant­wort? Ich hatte ein Ziel: eine genaue Vor­stel­lung, wie ich in mei­ner Woh­nung leben möchte und wobei mich meine Woh­nung unter­stüt­zen soll. Die­ses Ziel war mein zuver­läs­si­ger Weg­wei­ser für alle wei­te­ren Ent­schei­dun­gen, mein inne­rer Kom­pass. Ich brauchte mich nur fra­gen: Hilft mir die­ses oder jenes Ding, diese oder jene Hand­lung dabei, mein Ziel zu errei­chen? Unter­stütze ich damit meine Woh­nung, damit meine Woh­nung mich unter­stüt­zen kann? Die Ant­wort fällt immer voll­kom­men ein­deu­tig aus. Da gibt es kein „Viel­leicht“. Inzwi­schen brau­che ich mir die Fra­gen natür­lich nicht mehr stel­len. Die Ent­schei­dung läuft völ­lig auto­ma­tisch ab. Meist merke ich nicht ein­mal, dass ich gerade etwas ent­schie­den habe, weil ich bereits eine solide Ent­schei­dungs­rou­tine habe. Und das ist ganz wun­der­bar, denn Ent­schei­dun­gen kos­ten immer Ener­gie. Des­halb wird das Aus­mis­ten ja auch so lange auf­ge­scho­ben: weil soooo viele Ent­schei­dun­gen über soooo viele Dinge zu tref­fen sind. Je stö­rungs­freier der innere Kom­pass funk­tio­niert – desto weni­ger Ener­gie kos­ten Ent­schei­dun­gen und desto mehr Ent­schei­dun­gen kön­nen wir tref­fen.

Ein Ziel, dass aus dem Her­zen kommt und die Ent­schei­dungs­rou­tine sind die Säu­len die meine Ord­nung seit Jahr­zehn­ten tra­gen. Egal ob Sin­gle-Haus­halt, Leben als Paar oder als Fami­lie mit zwei Kin­dern.

Frei­heit im Kopf, Frei­heit von Kon­sum­be­dürf­nis­sen, Frei­heit vom nie enden wol­len­den Auf­räu­men!

Und was bringt mir die Ord­nung? Ord­nung bringt mir viel Frei­heit:

  • Frei­heit im Kopf, weil ich von der Unord­nung nicht abge­lenkt werde;
  • Frei­heit von Kon­sum­be­dürf­nis­sen, weil ich ein untrüg­li­ches Gespür dafür habe, was ich wirk­lich brau­che. Somit kommt kaum unnö­ti­ges Zeug in unsere Woh­nung;
  • Frei­heit vom nie enden wol­len­den Auf­räu­men, weil ich, mein Mann und meine Kin­der genau wis­sen, was wo hin­ge­hört.

Na gut, seit wir Kin­der haben, musste ich mei­nen Ord­nungs­be­griff schon deut­lich ver­än­dern. Das war für mich ein ziem­li­cher Lern­pro­zess und ich bin dafür ganz schön aus mei­ner Kom­fort­zone gegan­gen. Aber inzwi­schen haben wir einen Modus gefun­den, der für uns alle funk­tio­niert.