Warum Rat­ge­ber über Ord­nung nicht hel­fen

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Schrei­ben Marie Kondo und Co denn ganz umsonst?

Ganz so radi­kal stimmt es sicher nicht. Nicht für alle The­men­be­rei­che. Nicht für alle Men­schen. Warum komme ich also zu die­ser Behaup­tung, dass Rat­ge­ber über Ord­nung nicht hel­fen?

Kaum einer mei­ner Kun­den besitzt nicht meh­rere Rat­ge­ber über Ord­nung. Autoren wie Marie Kondo, Tiki Küs­ten­ma­cher, Sue Kay und Peter Walsh sind Exper­ten im Ord­nung schaf­fen und geben ihre Tipps in viel ver­kauf­ten Rat­ge­bern wei­ter. Man­che die­ser Bücher haben meine Kun­den tat­säch­lich auch gele­sen, die meis­ten Exem­plare lie­gen aber unge­le­sen und zum Teil noch ver­schweißt im Regal.

Der beste Freund des Rat­ge­bers: das „Spä­ter“

Warum man Rat­ge­ber kauft – vor allem für ein Thema, an das man eigent­lich nicht ran will – ist nach­voll­zieh­bar: es ist das befrie­di­gende Gefühl, den ers­ten Schritt gemacht zu haben. Wenn wir aber ganz ehr­lich mit uns sind, ruhen wir uns gleich­zei­tig auf dem Gedan­ken an ein „Spä­ter“ aus. Das „Spä­ter“ kennt viele tau­send Gründe und das „Spä­ter“ ist ein sehr zäher Dis­kus­si­ons­part­ner. Zumeist gewinnt es.

Selbst wenn meine Kun­den die Rat­ge­ber über Ord­nung gele­sen haben, viel­leicht sogar einige Stel­len im Text mar­kiert haben, kom­men sie nicht ins Tun. Obwohl ihnen alles nach­voll­zieh­bar erscheint und sie sich nichts drin­gen­der wün­schen, als end­lich so ein Zuhause zu haben, wie es die Autoren beschrei­ben.

Warum dem Lesen nicht das Tun folgt

Ich habe lange über­legt, warum die Rat­ge­ber mei­nen Kun­den nicht gehol­fen haben. Denn die Tipps sind sehr durch­dacht und bei einer gewis­sen Rou­tine auch gut umzu­set­zen.

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Beim gemein­sa­men Tun und im Gespräch haben sich zwei Dinge her­aus­ge­stellt: die Per­fek­tion die aus die­sen Büchern quillt, führt zur Über­for­de­rung und Läh­mung. Zudem fin­den sich meine Kun­den mit ihren ganz indi­vi­du­el­len Lebens­si­tua­tio­nen in den Rat­ge­bern ein­fach nicht wie­der.

Wenn ich mit mei­nen Kun­den arbeite über­win­den wir die Läh­mung, indem wir uns kleine Teil­be­rei­che vor­neh­men. Die Berei­che wäh­len wir so, dass sie in drei bis vier Stun­den fer­tig sind. Die Moti­va­tion und Befrie­di­gung die dar­aus ent­ste­hen, brin­gen genug Ener­gie, um am Ball zu blei­ben: der Schreib­tisch ist end­lich wie­der frei; auf der Küchen­ab­lage kann man end­lich wie­der Essen zube­rei­ten; im Bad hat alles sei­nen Platz gefun­den.

Tipps für den Umgang mit Rat­ge­bern

Falls Sie also Rat­ge­ber über Ord­nung bei sich zu Hause haben:

machen Sie Ter­mine mit sich selbst (so über­lis­ten Sie das „Spä­ter“) und fan­gen Sie zunächst mit drei Stun­den an

ver­su­chen Sie die Tipps in einem über­schau­ba­ren Bereich umzu­set­zen

keh­ren Sie immer wie­der zu dem Bereich zurück – machen Sie kei­nes­falls eine neue Bau­stelle auf

fan­gen Sie mit Din­gen an, die optisch viel brin­gen, z.B. Klei­dung aus­mis­ten und ord­nen

vor allem: kau­fen Sie kei­nen wei­te­ren Rat­ge­ber, son­dern blei­ben Sie bei einem

Falls Sie anfangs nicht so erfolg­reich sind, wie Sie sich das wün­schen, fan­gen Sie von vorne an: Ter­min mit sich ver­ein­ba­ren – einen klei­nen Bereich aus­wäh­len – mit gro­ßen Din­gen begin­nen

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