Tipps für Ordnung am Schreibtisch

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Tipps für Ordnung am Schreibtisch

Der chaotische Schreibtisch und die Kreativität

Wir alle kennen die Sprüche und Zitate, die die Unordnung als Wurzel der Kreativität loben. Der coole Einstein verteidigt das Chaos als die Domäne der Genies. Uncool dagegen waren unsere Eltern, die uns verzweifelt und genervt immer wieder zur Ordnung ermahnt haben. Gute Stimmung hat das nicht gemacht. Dazu kommt noch, dass der Ordnung und ordnungsliebenden Menschen etwas leicht Spießiges anhaftet. Das Chaos gilt als kreativ, spontan und lebendig. Klar, dass man sich lieber auf die Seite des bunten und flippigen Chaos schlägt.

Das Schöne am Chaos ist ja: es gelingt ganz ohne Mühe und je weniger Mühe man sich gibt, desto besser wirds. Von welchem Bereich in unserem Leben können wir das sonst schon behaupten.

Es gibt sie sicher, die Menschen, denen eine chaotische Umgebung immer wieder Inspiration gibt. Aber es gibt eben auch die anderen, die sich gelähmt fühlen und unproduktiv werden. Die brauchen klare Strukturen, freie Flächen und einen guten Überblick. Dadurch bekommen sie Sicherheit und erst dann können sie konzentriert und mit Freude arbeiten.

Was brauchen Sie – Ordnung oder Chaos?

Wie auch immer Sie zum Thema Ordnung stehen und egal, was die Verteidiger des Chaos sagen – fest steht: ab einem bestimmten Level an Unordnung ist ein konzentriertes Arbeiten nicht mehr möglich.

Die folgenden Überlegungen sollen Ihnen helfen herauszufinden,  ob sich für Sie ein Umdenken lohnt und Sie mehr Ordnung am Schreibtisch brauchen:

  1. Nur mit Widerwillen setzen Sie sich an Ihren Schreibtisch/Arbeitsplatz
  2. Suchen ist ein täglicher Bestandteil Ihres Arbeitstages (ich meine nicht Finden!)
  3. Sie haben schon häufig wichtige Dokumente verloren
  4. Bevor Sie anfangen können zu arbeiten, müssen Sie erstmal für Platz sorgen
  5. Sie können sich nur schwer auf eine Aufgabe konzentrieren
  6. Sie nehmen jede Gelegenheit war, um Ihren Arbeitsplatz zu verlassen

Erkennen Sie sich in einem oder mehreren Punkten wieder? Wenn Sie grundsätzlich mit Ihrer Arbeit zufrieden sind, dann könnten das Anzeichen dafür sein, dass Sie nicht die richtige Arbeitsatmosphäre vorfinden.

Vermutlich müssen Sie jeden Tag viel Zeit und Energie aufbringen, um die Unordnung zu kompensieren. Jeder längere Suchvorgang reißt Sie aus der Konzentration und es kostet Anstrengung, dort wieder anzuknüpfen, wo Sie sich unterbrechen mussten. Wieviele gute Ideen sind Ihnen schon verloren gegangen, weil Sie Ihre Arbeit unterbrechen mussten? Vielleicht sogar von nicht unterheblichem Ärger über sich selbst begleitet?

Geben Sie der Ordnung am Schreibtisch eine Chance

Probieren Sie sie es einfach mal aus und sehen Sie was die Ordnung am Schreibtisch für Sie tun kann. Eine bessere Konzentration? Mehr Freude an der Arbeit? Sie könnten überrascht werden!

1. Hallo Schreibtischoberfläche

Bevor Sie loslegen, machen Sie ein Foto von Ihrem Arbeitsplatz. Fotografieren Sie auch in die Schubladen und den Boden um Ihren Schreibtisch.

  • Räumen Sie Ihren Schreibtisch vollständig frei. Auf den Tisch darf nur zurück, was Sie täglich verwenden.
  • Dünnen Sie Ihren Stiftbehälter aus.
  • Heben Sie sich maximal zwei Ablagefächer auf: einen für die Ablage, einen für die zu erledigenden Aufgaben.
  • Sortieren Sie Ihre Papiere, die lose auf und um den Schreibtisch liegen.
  • Sammeln Sie kleinteiliges Büromaterial (Post-Its, Büroklammern, Tixo, Heftklammern) in einer Schublade. Horten Sie kein Büromaterial.
  • Strenge Clean-Desk-Konzepte erlauben keine persönlichen Gegenstände am Schreibtisch, wie Fotos, Glücksbringer, Topfpflanzen oder ähnliches. Versuchen Sie sich zumindest auf einen Gegenstand zu beschränken.

Ab jetzt gilt: Jeder Gegenstand kommt nach Gebrauch wieder an seinen Platz zurück, spätestens aber bevor Sie den Arbeitsplatz am Abend verlassen. Halten Sie sich an diese Regel. Selbst wenn Sie den Ordner morgens gleich wieder benötigen. Sie werden sehen, wieviel angenehmer es ist, an einem aufgeräumten Schreibtisch den Tag zu beginnen.

2. Schreibtischladen sinnvoll nutzen

Meistens sind die oberen beiden Laden noch in Ordnung. Die unterste ist fast immer ein Ort, an dem sich Unnötiges, Kaputtes und Ungeliebtes ihre traurigen Lieder vorsingen. Bestimmen Sie deshalb genau, was in welche Schreibtischlade soll. Der Sinn einer Lade ist nicht, als Sammelort zu dienen für alles, was auf dem Schreibtisch keinen Platz findet.

Auch in den Schubladen sollten Sie nur aufbewahren, was Sie regelmäßig benötigen. Für Büromaterial ist es sinnvoll, sich Unterteilungen zu besorgen. Was Sie öfter benutzen kommt logischerweise in die oberste Schublade nach vorne, etc.

Bemühen Sie sich, für jeden Gegenstand eine sinnvolle Entscheidung zu treffen, damit Sie nicht am Ende doch wieder eine Krimskrams-Lade haben.

Übrigens: nicht jede Schublade muss auch befüllt werden, es darf auch eine leere Lade geben.

3. Bodeninspektion

Zum Schluss nehmen Sie die Umgebung des Schreibtischs unter die Lupe. Der Boden ist keine geeignete Ablagefläche für:

  • Druckerpapier
  • verschiedenste Tragetaschen
  • Ordner
  • Kabelkisten
  • Bücherstapel

Sortieren Sie alles, was sich um Ihren Schreibtisch angesammelt hat nach Kategorien. Misten Sie aus, was kaputt oder aus anderen Gründen unbrauchbar ist. Was Sie regelmäßig brauchen, darf in die Schubladen. Alles andere muss seinen Platz in einem Schrank oder Regal finden.

Zum Vergleich: fotografieren Sie das Endergebnis. Ich bin sicher – wenn Sie sich jetzt das Vorher-Foto ansehen, können Sie sich nicht mehr vorstellen, wie Sie in dieser Atmosphäre arbeiten konnten.

Seien Sie vier Wochen lang wirklich strikt und räumen Sie Ihren Arbeitsplatz jeden Abend auf. Sie werden diese Zeit brauchen, um eine Routine zu bekommen. Denn erst mit der Routine beginnt dann die wirkliche Erleichterung.

By | 2018-02-14T08:20:38+00:00 Februar 14th, 2018|Categories: Tipps|

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