Für den Notfall gerüstet – was Sie jederzeit griffbereit haben sollten

Als Aufräumcoach habe ich sehr oft mit sehr viel Papier zu tun. Sehr zum Erstaunen meiner Kunden kann man mir damit eine große Freude machen. Papier sortieren – vor allem auszusortieren – macht mir richtig Spaß. Natürlich auch, weil ich schon eine ziemliche Routine darin habe. Aus einem Haufen an Werbung, Rechnungen, wichtigen Dokumenten und unwichtigen Infoblättern ein übersichtliches System zu schaffen braucht zwar schon etwas Zeit und Durchhaltevermögen, aber langfristig lohnt es sich natürlich. Vor allem, weil man am Ende weiß, was man eigentlich tatsächlich aufheben muss und was nach Durchsicht und Erledigung dem Papiermüll übergeben werden kann.

Allerdings: auch die Ablage gehört regelmäßig durchforstet und auf den neuesten Stand gebracht.

Ein einziger Ordner ist davon ausgenommen: der Notfallordner. In diesem Ordner sollten Sie alles aufheben, was Sie auf jeden Fall immer zur Hand haben sollten, bzw. was Ihre Angehörigen brauchen, um in Ihrem Sinne handeln zu können.

Diese Dokumente gehörten in den Notfallordner

Zu den Unterlagen, die Sie sozusagen lebenslang aufheben müssen, weil Sie sie immer wieder brauchen werden gehören:

A) Dokumente

  1. Geburtsurkunde
  2. Heiratsurkunde
  3. Meldebestätigung
  4. Zeugnisse, Diplome, Abschlussnachweise (nur die wichtigsten, nicht jede Kursbestätigung ist für Dritte von Belang)
  5. Versicherungspolizzen (inkl. der jeweils letzten Aktualisierung)
  6. Miet- und Pachtverträge
  7. Gewerbeanmeldung
  8. Grundbuchauszüge
  9. Vollmachten (nur die Kopie, das Original hat der/die Bevollmächtigte), sowie eine Patientenverfügung
  10. Testament
  11. Zugangsdaten: Onlineverträge; e-Mailkonten; Konten auf sozialen Medien;
  12. Kopie des Organspendeausweises

B) Finanzielles

  1. Rentenbescheide und -unterlagen
  2. Bankkonten und Sparbücher
  3. Bankvollmacht (eine Vorlage gibt es bei Ihrer Bank)
  4. Verzeichnis der Vermögensgegenstände (Aktien, Depots, Bausparverträge)
  5. Verzeichnis der laufenden Kosten und der entsprechenden Empfänger (Miete, Strom, Telefon, Kredite, Mitgliedsbeiträge…)
  6. Daueraufträge und Einzugsermächtigungen
  7. Hinweise auf Bankschließfächer

C) Kontakte

  1.  Angehörige, Freunde; Vermieter; Hausarzt; Notar
  2. Mitgliedschaften bei Vereinen, Verbänden, Abos

D) Kopien

  1. Reisepass, Personalausweis
  2. Führerschein
  3. Organspendeausweis

E) Passwörter

  1. Zugänge zu E-Mailkonten
  2. Passwörter für soziale Medien
  3. sonstige Passwörter

Diese Dokumente sollen es Ihren Angehörigen, bzw. einer Vertrauensperson ermöglichen, sich so rasch wie möglich einen Überblick zu verschaffen und eventuell in Ihrem Namen handeln zu können.

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Ich bevorzuge ja den Begriff “Bestandsaufnahme” statt Ausmisten. Wenn Sie wissen möchten, was für mich der Unterschied ist und wie Sie die für sich richtigen Entscheidungen treffen können, dann schauen Sie doch in meinen kompakten Ratgeber “Die drei Säulen der Ordnung”.

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