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Ich könnte ja ordent­lich wer­den, wenn…

Endlich ordentlich

Wenn, if, se, si,

Viele unse­rer Pläne krei­sen über sehr lange Zeit im Mög­lich­keits­or­bit. Irgend­wie wün­schen wir uns etwas, wol­len etwas haben oder umset­zen, aber da sind diese vie­len, vie­len Bedin­gun­gen. Die müs­sen ja erst­mal erfüllt sein. Sonst geht das ja alles nicht. Viele Men­schen wachen über Jahre mit dem Gedan­ken auf “Ich will end­lich ordent­lich wer­den.” Das Chaos nervt, das stän­dige Suchen, der Streit in der Fami­lie.… Ja und wenn erst­mal die­ses und jenes pas­siert ist, sich der und die end­lich geän­dert hat – dann wird man auch wirk­lich los­le­gen, mit dem Ord­nungs­pro­jekt.

Bedin­gun­gen sel­ber ändern geht oft schnel­ler als es einem lieb ist

Ich würde ja.……

  • mehr Sport machen, wenn ich mehr Zeit hätte
  • mich gesün­der ernäh­ren, wenn ich Lust zum Kochen hätte
  • für mehr Schlaf sor­gen, wenn ich abends bes­ser run­ter­kom­men könnte
  • mei­nen Job wech­seln, wenn ich sicher sein könnte, dass ich einen bes­se­ren finde
  • ordent­lich wer­den, wenn ich mehr Platz hätte
  • _​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​, wenn _​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​_​ (set­zen Sie hier Ihre Ant­wort ein)

Ach ja und: Aus­mis­ten?
Wenn ich mehr Zeit hätte?
Wüsste wohin mit den Sachen?
Meine Fami­lie mir nicht stän­dig im Weg rum­ren­nen würde?
Wenn ich wüsste wie?

Wenn wir so den­ken, könn­ten wir uns ehr­lich fra­gen, ob wir uns bequem hin­ter den Bedin­gun­gen ver­ste­cken. Die Frage kön­nen wir anschlie­ßend leicht beant­wor­ten, indem wir uns eine zweite Frage stel­len:

Tun wir etwas dafür, damit die Bedin­gun­gen so sind, wie wir sie brau­chen?
Sor­gen wir für das “Wenn”?

Die Bedin­gun­gen, die wir brau­chen (oder manch­mal auch nur glau­ben zu brau­chen), las­sen sich oft viel ein­fa­cher schaf­fen, als wir glau­ben. Ins­ge­heim wis­sen wir das sogar sehr oft. Aber – naja – wenn es dann end­lich soweit wäre, müss­ten wir halt auch los­le­gen… Und das wäre dann erst­mal gaaaaaa­anz schön unbe­quem.

Kurs­kor­rek­tur mit der rich­ti­gen Wort­wahl

Ich z.B. bin mir jah­re­lang in den Ohren gele­gen, weil ich so tech­no­phob bin. “Ich werde einen Online­kurs machen, wenn ich die Tech­nik beherr­sche.” Ja, und habe ich dafür gesorgt, dass ich die Tech­nik beherr­sche? Njet!
Warum ich das nicht gemacht habe? Ja ist doch klar. Weil ich tech­no­phob bin. So konnte sich die Katze ohne große Mühe in den Schwanz bei­ßen. Dass ich tech­no­phob bin habe ich mir natür­lich auch nur selbst ein­ge­re­det.

Nie­mand ist ein­fach so oder so. Oder genauer gesagt, nie­mand muss so oder so blei­ben. Das ist die wun­der­bare und gleich­zei­tig anstren­gede Tat­sa­che am Mensch sein: wir kön­nen uns ver­än­dern.

Irgend­wann bin ich mir selbst so auf die Ner­ven gegan­gen, weil ich einer­seits stän­dig daran gedacht habe, dass ich einen Online-Kurs auf die Beine stel­len will und mich ande­rer­seits in mei­ner Tech­nik­feind­lich­keit gera­dezu gesuhlt habe.

Also habe ich beschlos­sen: ich bin nicht tech­no­phob (ich habe mal gele­sen, das kann auch beim Vor­ha­ben vom Rau­chen los­zu­kom­men funk­tio­nie­ren: sich ein­fach selbst als Nicht­rau­che­rIn bezeich­nen. Schwupps – schon fühlt man sich so und han­delt auch so. Cool, oder?). Meine Kurs­kor­rek­tur habe ich zunächst also mit der Umfor­mu­lie­rung begon­nen: “Bis jetzt dachte ich, ich sei tech­no­phob.” Das hat mir eine Welt eröff­net.

Und dann habe ich mich daran gemacht, die Bedin­gun­gen zu ändern. Ich habe

  • aus­ge­wählt, wel­che Tech­ni­ken ich mir zuerst anei­ge­nen möchte
  • mich Schritt für Schritt tech­nisch fit­ter gemacht – und tue es noch
  • mir Unter­stüt­zung geholt und lerne jetzt von jeman­dem, die es ein­fach drauf hat

Jetzt freue ich mich schon seit meh­re­ren Wochen über mein neues Ich, das tat­säch­lich Spaß hat, neue Tech­nik zu ler­nen und zu beherr­schen.

Sie wol­len wirk­lich ordent­lich wer­den? Hier sind ein paar Mög­lich­kei­ten

So, wie kann man das jetzt auf das Thema Ord­nung und Aus­sor­tie­ren über­tra­gen?

  1. Neh­men Sie erst­mal Ihre gut gepfleg­ten Glau­bens­sätze und for­mu­lie­ren Sie sie um: Statt
    “Ich kann mich so schlecht tren­nen” – “Bis­her konnte ich mich schlecht tren­nen, ab jetzt wird das anders”
    “Ich bin halt so chao­tisch” – “Bis­her habe ich mich für chao­tisch gehal­ten. Jetzt lerne ich ordent­lich zu sein.”
  2. Über­le­gen Sie, wie Sie zu den Bedin­gun­gen kom­men, die Sie brau­chen.
    Sie haben wenig Zeit? Über­le­gen Sie, wor­auf Sie ein­mal die Woche ver­zich­ten könn­ten? Wor­auf könn­ten Sie viel­leicht ein hal­bes Jahr ver­zich­ten, um end­lich Zeit für Ihr Ord­nungs­pro­jekt zu bekom­men? Viel­leicht reicht es schon ein­mal in der Woche aufs Fern­se­hen zu ver­zich­ten. Man­che Men­schen opfern ihren Jah­res­ur­laub, um in einem Rutsch und ein für alle mal eine sta­bile Grund­ord­nung zu bekom­men.
    Sie wis­sen nicht wohin mit den Sachen? Dann recher­chie­ren Sie als ers­tes Stel­len, die sich über Sach­spen­den freuen. Suchen Sie sich Upcy­cling Pro­jekte, die aus Ihren Din­gen noch was Tol­les her­stel­len. Pla­nen Sie jetzt schon einen Floh­markt­be­such ein. Ein Kun­din von mir hat bei sich in der Woh­nung einen Floh­markt ver­an­stal­tet. Dabei ist sie nicht nur total viel los­ge­wor­den, sie konnte ihren Freun­din­nen und Freun­den auch stolz ihre auf­ge­räumte Woh­nung prä­sen­tie­ren.
    Ihre Fami­lie braucht soviel von Ihrer Zeit und Auf­merk­sam­keit? Schi­cken Sie sie eine Woche in den Urlaub. Ver­ein­ba­ren Sie einen Tag in der Woche, an dem sie außer Haus ist. Sagen Sie klar, dass Sie jetzt für 3 Stun­den nicht gestört wer­den wol­len und set­zen Sie sich einen Kopf­hö­rer auf. So wer­den Sie nicht abge­lenkt und set­zen gleich­zei­tig ein deut­li­ches Signal “Jetzt nicht!” Über­le­gen Sie gemein­sam, wie sich ihre Fami­lie betei­li­gen kann. Das geht am bes­ten, indem Sie vor­her ein gemein­sa­mes Ord­nungs­ziel defi­nie­ren. “Wor­über kön­nen wir uns als Fami­lie freuen, wenn hier end­lich aus­ge­mis­tet ist und wir eine Grund­ord­nung haben?”
    Sie wis­sen ein­fach nicht wie? Wenn Sie wirk­lich noch gar kei­nen Rat­ge­ber zum Thema gele­sen haben, dann besor­gen Sie sich einen. Auch hier auf die­ser Seite fin­den Sie wirk­lich viele Tipps. Es man­gelt wirk­lich nicht an kos­ten­lo­sen Mög­lich­kei­ten, sich fit zu machen. Aber suchen Sie nicht ewig, weil Sie glau­ben, die Wun­der­waffe noch nicht gefun­den zu haben. Die Weis­hei­ten zum Thema sind end­lich. Sobald Sie fest­stel­len “Ach, das hab ich schon­mal woan­ders gele­sen”, legen Sie los.

Die meis­ten Bedin­gun­gen kön­nen wir soweit ver­än­dern, dass sie nicht mehr län­ger als Ent­schul­di­gung her­hal­ten kön­nen.

Tja und wenn wir uns auch dazu nicht auf­raf­fen kön­nen? Dafür kann es zwei Gründe geben:

  1. Der Zustand so wie er ist – so unbe­frie­di­gend und ner­vig – bringt uns offen­bar doch irgend­was.
  2. Uns fehlt die rich­tige Moti­va­tion. Die, die uns wirk­lich berührt, weil sie mit unse­ren Wer­ten und unse­rer Lebens­vi­sion zusam­men­passt. Zwei Metho­den, die eigene Moti­va­tion in punkto Ord­nung her­aus­zu­fin­den habe ich hier beschrie­ben.

Wel­che Bedin­gung müss­ten Sie ändern, damit der Weg zum Han­deln end­lich frei ist?

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Ich bevor­zuge ja den Begriff “Bestands­auf­nahme” statt Aus­mis­ten. Wenn Sie wis­sen möch­ten, was für mich der Unter­schied ist und wie Sie die für sich rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen, dann schauen Sie doch in mei­nen kom­pak­ten Rat­ge­ber “Die drei Säu­len der Ord­nung”.

Möch­ten Sie wis­sen, wann ein neuer Blog­ar­ti­kel erscheint? Dann tra­gen Sie sich in mei­nen News­let­ter ein. Bald gibt’s auch einen Pod­cast von mir. Wenn’s los­geht, infor­miere ich Sie natür­lich sofort.

Auch auf Face­book? Dann kom­men Sie in meine Gruppe: Ord­nung schaf­fen – leich­ter leben

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