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Klei­der­schrank orga­ni­sie­ren – mein Top Tip

Jetzt steht er wie­der an – der halb­jähr­li­che Gar­de­ro­ben­wech­sel. Bei­leibe keine mei­ner Lieb­lings­auf­ga­ben. Aber beim Klei­der­schrank orga­ni­sie­ren hilft sie mir so effek­tiv, dass sie zu mei­nem Pflicht­pro­gramm gehört.

Ich schiebe den Gar­de­ro­ben­wech­sel gerne so laaaaange wir mög­lich vor mir her. Letz­tes Jahr konnte ich sogar bis Mai damit war­ten. Der April war wun­der­bar kühl und reg­ne­risch (ja – ich bin ein Wet­ter­freak und wäre kli­ma­tisch am bes­ten in Groß­bri­tan­nien auf­ge­ho­ben) und so kam ich lange mit mei­nen Win­ter­kla­mot­ten durch.
Warum mag ich sie denn nicht, diese paar Stun­den? Denn meist dau­ert es nicht mehr als 4 Stun­den.
Ich kann es wirk­lich nicht sagen.
Ist es das dazu­ge­hör­tige Aus­mis­ten? Nö. Da bin ich ja rou­ti­niert und das geht ganz flott.
Ist es der Klei­der­hau­fen auf dem Bett? Ja. Aller­dings weiß ich ja, dass der nach ein paar Stun­den auch wie­der kom­plett ver­schwun­den ist.
Ist es die Zeit, die ich mir dafür neh­men muss? Jaha! Ich finde es am Schöns­ten, wenn ich am Sams­tag völ­lig ohne Tages­plan auf­wa­che (was quasi sowieso fast nie pas­siert).

Sie sehen also – ich habe keine ver­nünf­tige Ant­wort auf meine Frage. Ist aber auch egal. Weil ich weiß, dass ich mich trotz mei­nes leich­ten Wider­wil­lens irgend­wann dran mache. Es gibt ein­fach keine bes­sere Methode, viel Platz im Klei­der­schrank zu gewin­nen. Klei­dung orga­ni­sie­ren kos­tet mich also im Jahr in Summe 8 Stun­den. Ein unschlag­ba­res Zeit-Nut­zen-Ver­hält­nis, wie ich finde.

Klei­der­schrank orga­ni­sie­ren – Gar­de­ro­ben­wech­sel Schritt für Schritt

Wie gehe ich also vor, damit der Gar­de­ro­ben­wech­sel zügig und mit bes­tem Resul­tat gelingt?

  1. Fixer Ter­min
    Nun ja – ich lasse so ziem­lich das Wet­ter ent­schei­den. Wenn die Tem­pe­ra­tu­ren keine Woche mehr zulas­sen, dann ist der Sams­tag Vor­mit­tag unum­stöß­lich mein Klei­der­hau­fen-Tag. Würde ich nicht auch noch die Klei­dung unse­rer Söhne mit­ver­wal­ten, würde ich es wahr­schein­lich noch län­ger raus­schie­ben. Aber die sol­len auf jeden Fall recht­zei­tig die pas­sen­den Kla­mot­ten zur Ver­fü­gung haben. Die­ses Jahr kann ich glaube ich noch 2 Wochen war­ten. Hof­fent­lich.…
  2. Alle Klei­dung raus aufs Bett
    Ja – alle Klei­dung. Auch die war­men Strümpfe. Strumpf­ho­sen. War­men Unter­hem­den. Schals. Hand­schuhe. Müt­zen. Schließ­lich will ich für die nächs­ten 6 Monate wirk­lich Ruhe haben.
    Meist hebe ich mir noch eine warme Hose und einen Pulli auf. Falls es doch noch­mal zu einem Käl­te­ein­bruch kommt. Für ein paar kühle Tage brau­che ich ja nicht meine ganze Palette.
  3. Aus­sor­tie­ren
    Ich begut­achte jedes Stück und frage mich, ob ich mich freuen werde, wenn ich es im Herbst wie­der aus dem Lager hole. Hab ich es gerne getra­gen? Habe ich es oft getra­gen? Fühle ich mich wohl darin? Habe ich mich gefreut, dass ich dafür Geld inves­tiert habe?
    Wenn nicht, dann lege ich es gleich in eine große Tasche/​Müllsack o.ä. Kaputte Klei­dung oder Klei­dung, die selbst geschenkt nie­man­dem mehr dient, kommt in einen Müll­sack.
    Wel­che Klei­dung zum Spen­den noch fit ist, ent­scheide ich mit der fol­gen­den Frage:
    Würde ich die­ses Stück auch mit gutem Gewis­sen noch einer Freun­din anbie­ten?
    Die Zei­ten sind ja zum Glück vor­bei, wo Men­schen so arm sind, dass sie dank­bar für löch­rige Hosen und fle­ckige Ober­teile sind.

    Aus­sor­tie­ren ist Ihre Schwach­stelle? Dann lesen Sie mal hier.
    Wenn Sie das Aus­sor­tie­ren gut beherr­schen, dann wird Ihnen auch wäh­rend das Jah­res das Klei­der­schrank orga­ni­sie­ren keine Mühe machen.
  4. Auf­we­cken
    Jetzt kommt der wirk­lich schöne Teil: ich ent­de­cke meine ein­ge­la­ger­ten Sachen neu. Ich hole also alles aus mei­nem Lager und lege es aufs Bett. Ich ver­wende Vaku­um­ier­sä­cke, die ich unter dem Bett ver­staue. Diese Säcke las­sen sich auch gut auf dem Klei­der­schrank ver­stauen.

    Meine Dorn­rös­chen-Klei­dung brau­che ich jetzt nur in den Kas­ten legen. Man­che Sachen sind natür­lich recht zer­knit­tert. Die kom­men dann in die Wasch­ma­schine.
    Jedes­mal ent­de­cke ich einige Stü­cke neu. “Hey, ich hab ganz ver­ges­sen, dass ich die­ses schöne Kleid habe.” Ich freue mich also rich­tig über meine neue Gar­de­robe. Es ist fast, wie die Freude über ein ganz neu gekauf­tes Stück.

    Falls nötig, wische ich den Schrank aus.

    Wich­tig! Bitte Schritt 3 und 4 nicht aus­tau­schen! Es macht ein­fach viel mehr Spaß, die aktu­elle Gar­de­robe in einen lee­ren, gesäu­ber­ten Klei­der­schrank zu räu­men.
  5. Schlaft gut!
    Jetzt zie­hen die ande­ren Sachen in die Vaku­um­ier­sä­cke. Für Woll­sa­chen und mei­nen Win­ter­man­tel nehme ich einen extra Sack, den ich nicht so radi­kal absauge. So quet­sche ich die emp­find­li­chen Stü­cke nicht.
    Alles andere muss jetzt die Luft anhal­ten! Da bin ich durch­aus grob und sauge weg, was geht.
  6. Fer­tig
    Jetzt freue ich mich min­des­tens eine Woche, dass ich wie­der für ein hal­bes Jahr Ruhe habe.
    Ich freue mich über meine neu ent­deckte Klei­dung und die fri­sche Aus­wahl.

Wohin mit der Klei­dung

Jetzt steht natür­lich noch die Tasche mit der Klei­dung rum, die ich spen­den möchte. Meist ist das nicht viel. Und des­halb kann ich es mir leicht machen: ich lege die Sachen bei uns in den Haus­ein­gang. Bis­her war alles immer nach ein paar Stun­den weg. Weil ich eben auch nur wirk­lich gute Stü­cke depo­niere.
Sollte doch mal was lie­gen­blei­ben – dann kommt das in ein Frau­en­haus.
Die Kin­der­sa­chen spende ich einem Kin­der­wohn­heim oder einem Flücht­lings­heim. Meist in Ver­bin­dung mit aus­sor­tier­tem Spiel­zeug.

Die aus­ge­dien­ten Sachen kom­men in den Klei­der­con­tai­ner.

Ich habe für Sie eine Liste zusam­men­ge­stellt, mit Ideen wo Ihre aus­ge­mus­ter­ten Stü­cke noch gut auf­ge­ho­ben sind. Sie kön­nen sich hier dafür ein­tra­gen – dann schi­cke ich Sie Ihnen zu.

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Ich bevor­zuge ja den Begriff “Bestands­auf­nahme” statt Aus­mis­ten. Wenn Sie wis­sen möch­ten, was für mich der Unter­schied ist und wie Sie die für sich rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen tref­fen kön­nen, dann schauen Sie doch in mei­nen kom­pak­ten Rat­ge­ber “Die drei Säu­len der Ord­nung”.
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